PÄDAGOGIK

Große Schritte für kleine Füße, so könnte man die Anfangszeit eines Kindes in der Krippe gut beschreiben. Denn, den ersten Schritt tun und eine Bindung zu einer neuen Person, in einem unbekannten Raum, mit 11 fremden Kinder aufbauen ist ein wahrer Kraftakt. Erzieherinnen und Kind müssen sich beschnuppern, und eine gemeinsame entspannt Basis schaffen auf die die nächsten Jahre in der Krippe aufgebaut werden kann. Nicht zuletzt auch mit Hilfe der Eltern und für das Kind besonders wichtig, mit dem stummen Einverständnis loszulassen und die neue Bindung an die Erzieherin zu erlauben.
Jedes Kind hat seinen individuellen Fahrplan, der sinnvoller ist als jeder von Erwachsenen ausgedachte Förderplan. Durch Beobachtung und Kommunikation auf Augenhöhe des Kindes  wird dieser Fahrplan im Einklang mit dem Kind umgesetzte. Dabei gestaltet die Erzieherin einen Alltag, der als Gemeinschaft erlebbar ist und dennoch größtmöglichen Spielraum für individuelles Tun bietet. Dieser Alltag soll sicher, erforschbar, spannend und möglichst vielfältig auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sein.   

 

Dabei stützen wir uns auf 5 Grundbausteine:


1. Ansatz nach Maria Montessori

Maria Montessori  (1870 -1952) war nicht nur Pädagogin, sondern auch Ärztin und Anthropologin. Sie entwickelte ein Erziehungssystem, welches das Kind in seiner Ganzheit sieht und fördert. Das Ziel der Pädagogik Maria Montessoris ist ein verständnisvoller Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern unter dem Aspekt der Achtung der kindlichen Persönlichkeit. Dabei stehen die besonderen Bedürfnisse des Kindes und die Erziehung zur Selbstständigkeit im Mittelpunkt


2. Ansatz nach Emmi Pikler

Emmi Pikler (1902-1984) wurde bekannt aufgrund ihrer Kleinkindpädagogik und war zu Lebzeiten ungarische Kinderärztin.
Ihr pädagogisches Konzept bezieht sich auf die individuelle und selbstständige Entwicklungeines jeden Kindes, da ihr Grundsatz darauf aufbaut, dass jedes Kind sein eigenes Zeitmaß der Entwicklung hat.


3. Situationsorientierter Ansatz

Der Situationsorientierte Ansatz konzentriert sich darauf das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung zu sehen. Das Kind wird mit seinen Fähigkeiten und Begabungen wahrgenommen, die es durch den Alltag in der Krippe aktiv mitgestalten und weiterentwickeln kann. Somit steht das Kind mit seiner Lebenssituation im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns und Planens.


4. Bewegungspädagogik

In einem gesunden Körper steckt auch immer ein gesunder Geist. Was für uns so viel heißt wie, dass Bewegung und Lernen eng miteinander verknüpft sind.
Mit  zunehmenden Bewegungsmöglichkeiten des Kleinkindes werden Raum und Umwelt erforscht, aber auch die eigenen motorischen und koordinativen Grenzen werden getestet.
Dies bedeutet für uns Erzieherinnen, eine sichere Bewegungsumgebung schaffen, mit gezielten Angeboten bereits vorhandene Bewegungsmuster zu vertiefen und neue Bewegungsreize setzen. Die Kinder sollen gefordert aber nicht überfordert werden, eine gewisse Ausdauer entwickeln und Spaß an der Bewegung haben. Denn erst das Ausleben von Bewegungen in ihrer Vielfältigkeit befähigt Kinder, sich mit sich selbst und ihrer Umwelt auseinander zu setzen und sie zu verstehen.


5. Musikpädagogik

Musikalische Frühförderung lässt Kinder erleben, wie viel Freude im gemeinsamen Musizieren, Singen und Tanzen liegt. Dabei entwickeln die Kinder ein Gefühl für die Schönheit und Wirkung der Musik. Langzeitstudien haben gezeigt, dass Musik die ganzheitliche Entwicklung der Kinder stark fördert.
In der Krippe Arbeiten wir nach der Vorlage des von Lorna Lutz Heyge entwickelten Musikgartens. Dabei werden Lieder und Verse mit den entsprechenden Bewegungen, Spielen und Tänzen verbunden. So werden alle Sinne der Kinder angesprochen und ein grandioser Lernprozess beginnt, was sich wiederum auf die geistige, seelische und körperliche Entwicklung auswirkt.

 

Die ausführliche Beschreibung der Grundbausteine unserer Pädagogik ist in der Konzeption zu finden.

 

  • Impressum/Kontakt